Demonstrator der dioptify UG (haftungsbeschränkt) zur Ausschreibung 2026-VG-NG17_0001. Keine offizielle Website des Staatsbetriebs Sachsenforst. Über diesen Demonstrator

Waldbrandgefahrenstufe 2 von 5: geringe Gefahr (Beispielwert)

Munitionsbelastung: Betreten nur auf ausgewiesenen Wegen.

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Königsbrücker Heide und
Gohrischheide
Demonstrator
Blick vom Haselbergturm über geschlossenen Wald bis zum Keulenberg am Horizont.

Foto: SchiDD, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Wildnisgebiet Königsbrücker Heide

Steckbrief, Besonderheiten und Schutzstatus

Nördlich von Königsbrück liegt eines der größten Schutzgebiete Sachsens. Wo bis 1992 Truppen übten, entwickelt sich heute eine Wildnis: Wald, offene Sandflächen und Bachtäler verändern sich ohne menschliches Zutun.

Kurzsteckbrief

Lage
Landkreis Bautzen, nördlich von Königsbrück, rund 30 Kilometer nördlich von Dresden
Naturraum
Oberlausitzer Heideland, Übergang vom Hügelland zum Tiefland
Fläche
rund 7.000 Hektar
Schutz
1992 einstweilig gesichert, seit 1996 Naturschutzgebiet, Verordnung neu gefasst 2022
Eigentum
zu 98 Prozent Freistaat Sachsen
Betreuung
NSG-Verwaltung im Staatsbetrieb Sachsenforst

Geschichte

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts diente die Heide als Truppenübungsplatz. Dörfer im Gelände wurden dafür aufgegeben; von ihnen zeugen heute Wüstungen wie Zochau. Mit dem Abzug der sowjetischen Streitkräfte endete 1992 die militärische Nutzung. Kurz darauf wurde das Gebiet unter Schutz gestellt.

Schild am Naturschutzgebiet mit Hinweis auf Kampfmittelbelastung und Betretungsverbot, dahinter junger Wald.
Foto: J.-H. Janßen, CC0 1.0, via Wikimedia Commons

Besonderheiten

Betretungsverbot wegen Munitionsbelastung

Im Boden liegen noch Munitionsreste aus der militärischen Nutzung. Deshalb ist das Betreten großer Teile des Gebiets verboten. Erlaubt sind die ausgewiesenen Besucherpfade und geführte Touren.

Zu den Besucherpfaden

Prozessschutz: Natur Natur sein lassen

Auf rund 80 Prozent der Fläche greift der Mensch nicht mehr ein. Wälder, offene Flächen und Bäche entwickeln sich nach ihren eigenen Regeln. Das Monitoring dokumentiert, wie sich Arten und Lebensräume dabei verändern.

Kern- und Pflegezone

In der Kernzone bleibt die Natur sich selbst überlassen. In Pflegezonen werden offene Heiden und Sandflächen erhalten, die sonst zuwachsen würden.

Lebensräume, Tiere und Pflanzen

Offene Sand- und Heideflächen, Wälder unterschiedlichen Alters und naturnahe Bachtäler bilden ein Mosaik. Biber gestalten die Bachläufe. Wolf, Rothirsch, Ziegenmelker, Wiedehopf und Heidelerche leben im Gebiet.

Schutzstatus

  • Naturschutzgebiet seit 1996
  • FFH-Gebiet und damit Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000
  • Wildnisgebiet nach IUCN-Kategorie Ib, als erstes Schutzgebiet in Deutschland anerkannt
  • Nationale Naturlandschaft, Mitglied im Bündnis der Nationalparks, Biosphärenreservate, Naturparke und Wildnisgebiete

Aktuelles aus dem Gebiet

Waldbrandgefahr auch im Herbst beachten

1. Oktober 2026 · Beispielmeldung

Trockenes Gras und Heide brennen schnell. Bitte verzichten Sie im Wald auf offenes Feuer und Rauchen.

Neue Termine für Führungen im Herbst

28. September 2026 · Beispielmeldung

Wanderungen am Biberpfad und Busführungen stehen im Veranstaltungskalender.

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